Gründung Stiftung, Verein und gemeinnützige GmbH

Bedarfsanalyse I Rechtsformwahl I Gründung

 

Der deutsche Non-Profit-Bereich zählt zu den größten weltweit. Er wächst jährlich um 2-3 %. Für Organisationen in der Planungsphase bedeutet dies zunächst, dass die eigenen Projektvorhaben kritisch bezüglich etwaiger bestehender Angebote überprüft werden sollten. Nachdem die Entscheidung für die Gründung getroffen wurde, stellt sich die Frage, welches Rechtskleid das Vorhaben tragen sollte.

Eine gemeinnützige Idee bedeutet nicht automatisch, dass die Umsetzung nur mittels einer steuerbegünstigten Organisation im Sinne der §§ 51 ff. AO möglich ist. Der gemeinnützige Mantel lässt Steuern zwar größtenteils abtropfen, kann aber bezüglich der gesetzlichen Anforderungen schnell sehr warm werden. In enger Verbindung zu den Organisationsstrukturentscheidungen stehen jene zur Governance und Transparenz.

In einem zweiten Schritt muss die Organisation mit Leben gefüllt werden. Das Personalmanagement spielt eine entscheidende Rolle auf dem Weg zu einer erfolgreichen Zweckumsetzung.

 

Bedarfsanalyse

 

Am Anfang steht die Idee. Ob diese auch realisierbar ist, zeigt die Bedarfs- und Umfeldanalyse. Hierbei führen wir eine Marktbeobachtung hinsichtlich bereits bestehender Angebote durch und beurteilen die Bedarfslage. Darüber hinaus analysieren wir die zu lösende Problemstellung und deren Ursachen.

 

Gründung und Rechtsformwahl

 

Wir helfen Ihnen bei der Auswahl der passenden Organisationsform. Ob gemeinnützige Organisation (Verein, Stiftung, gUG, gGmbH, Genossenschaft) im Sinne der §§ 51 ff. AO oder nicht steuerlich privilegiertes Kultur- oder Sozialunternehmen; wir erläutern und begleiten die Schritte zur erfolgreichen Gründung. In den Prozess binden wir Steuerberater und Rechtsanwälte aus unserem Netzwerk ein.

Gründung Stiftung:

Der deutsche Stiftungssektor gewinnt weiterhin an Relevanz. Diese Entwicklung ist insbesondere auf die steuerrechtlichen und zivilrechtlichen Reformen der Jahre 2000, 2002 und 2007 in diesem Bereich zurückzuführen. Im Augenblick ist eine weitere Reform des Stiftungszivilrechts in Planung. Zu den Schwerpunkten der Reform zählen Regelungen zu Zweck- und anderen Satzungsänderungen, zu Fusionen und Zusammenführungen sowie zur Auflösung und Aufhebung von Stiftungen.

Ein zentraler Unterschied zwischen der Stiftung und den anderen betrachteten Rechtsformen liegt in der starren Zweckbildung. Während etwa der Verein und die gGmbH Veränderungen durch die Mitglieder- oder Gesellschafterversammlung vornehmen können, ist eine solche Anpassung bei einer Stiftung äußerst kompliziert.

Gründung Verein:

Die Rechtsform des Vereins umfasst einen Anteil von rund 95 % der Non-Profit-Organisationen in Deutschland. Die ca. 600.000 eingetragenen Vereine sind durch eine sehr hohe Heterogenität bestimmt. Es existiert kaum ein Zweck oder ein Interesse, das nicht von einem Verein vertreten wird. Auf 1.000 Einwohner

Das Vereinswesen in Deutschland wird von Sport- und Kulturvereinen, Freizeit- und Geselligkeitsvereinen sowie von Vereinen der Handlungsfelder Bildung und Soziale Dienste beherrscht. Diese formen zusammen fast zwei Drittel der Vereinslandschaft (Krimmer 2019, S. 16).

Gründung gGmbH:

Neben Stiftungen und Vereinen können auch Kapitalgesellschaften Steuervergünstigungen wegen Gemeinnützigkeit beanspruchen. Kapitalgesellschaften sind insbesondere  Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaften auf Aktien und Gesellschaften mit beschränkter Haftung.

Obwohl die Rechtsformen in erster Linie für Unternehmen der Privatwirtschaft von Relevanz sind, eignen sie sich teilweise auch als „Rechtskleid“ für gemeinnütziges Engagement (Hüttemann 2018, S. 93). Die höchste Bedeutung in der Praxis weist die gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung (gGmbH) auf.

 
 

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