Transformationsplan – EEW Modul 5

Inhalt
ToggleTransformationsplan EEW: Fördermittel für Nachhaltigkeit und Energieeffizienz
Ihr Weg zur Treibhausgasreduktion | gefördert mit bis zu 90.000 Euro
Der Transformationsplan EEW – einfach erklärt: Viele Unternehmen wissen, dass sie sich mit ihrem CO₂-Fußabdruck auseinandersetzen müssen. Was oft fehlt, ist ein klarer, belastbarer Plan dafür. Genau das ist ein Transformationsplan. Er zeigt, wo Ihr Unternehmen heute steht, wohin die Reise geht und mit welchen Maßnahmen Sie dort ankommen. Im Rahmen von Modul 5 der Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft (EEW) wird die Erstellung eines solchen Plans mit einem nicht rückzahlbaren Zuschuss gefördert. Wir übernehmen für Sie sowohl die inhaltliche Erarbeitung als auch die Antragstellung.
Was ist ein Transformationsplan?
Ein Transformationsplan beschreibt die längerfristige Dekarbonisierungsstrategie eines Unternehmens oder einzelner Unternehmensstandorte. Er hält fest, wo ein Standort beim Thema Treibhausgase heute steht, welches Ziel er sich für die kommenden zehn Jahre setzt und mit welchen konkreten Maßnahmen dieses Ziel erreicht werden soll. Gefördert wird ausschließlich die Erstellung des Plans durch externe Dienstleister wie wetando, nicht die spätere Umsetzung der Maßnahmen selbst. Diese können aber im Anschluss über weitere Module der EEW gefördert werden.
Diese Bausteine gehören in jeden Transformationsplan
Am Anfang steht die Ist-Analyse. Für jeden betrachteten Standort wird eine Treibhausgasbilanz nach dem GHG Protocol oder der ISO 14064-1 erstellt. Scope 1 und Scope 2 müssen dabei erfasst werden, Scope 3 kann ergänzt werden. Darauf folgt die Zielfestlegung. Ihr Unternehmen bekennt sich zur Treibhausgasneutralität spätestens ab dem Jahr 2045 und legt zusätzlich ein konkretes Zwischenziel für einen Zeitraum von maximal zehn Jahren fest.
Dieses Zwischenziel muss eine Reduktion der Scope 1 und Scope 2 Emissionen von mindestens 40 Prozent gegenüber dem Bilanzjahr vorsehen. Im dritten Baustein, dem Maßnahmenplan, werden die Schritte identifiziert und bewertet, mit denen dieses Ziel erreichbar ist. Mindestens eine Maßnahme muss dabei einen direkten Bezug zu einer Anlage oder einem Prozess haben, rein gebäudebezogene Maßnahmen reichen nicht aus. Den Abschluss bildet die Verankerung. Hier wird beschrieben, wie die Klimaziele im Unternehmen strukturell und kulturell verankert und wie ihre Umsetzung dauerhaft verfolgt wird.
Wer kann sich einen Transformationsplan fördern lassen?
Antragsberechtigt sind private und kommunale Unternehmen aus Industrie, Handel, Gewerbe und Dienstleistung ebenso wie freiberuflich Tätige und Contractoren, sofern eine Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland besteht. Auch Vereine, Verbände, Stiftungen und gemeinnützige Gesellschaften können einen Antrag stellen, wenn sie wirtschaftlich tätig sind und die geplante Maßnahme diesen wirtschaftlichen Teil betrifft. Nicht antragsberechtigt sind Kommunen und Städte als Teil der öffentlichen Verwaltung, Unternehmen, deren Anteile mehrheitlich vom Bund gehalten werden, sowie Unternehmen, deren Tätigkeit ausschließlich in der Tierhaltung oder dem Anbau von Nutz- und Zierpflanzen besteht. Reine Bürobetriebe ohne eigene Anlagentechnik sollten vorab prüfen lassen, ob sich für sie eine prozessbezogene Maßnahme finden lässt, da diese für die Förderfähigkeit vorausgesetzt wird.
Wie hoch ist die Förderung?
Die Erstellung des Transformationsplans wird über einen nicht rückzahlbaren Zuschuss nach Artikel 49 der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung gefördert. Große Unternehmen erhalten 40 Prozent der förderfähigen Kosten, mittlere Unternehmen 50 Prozent und kleine Unternehmen 60 Prozent. Die maximale Fördersumme liegt bei 60.000 Euro pro Transformationsplan. Nimmt Ihr Unternehmen aktiv an einem Netzwerk der Initiative Energieeffizienz und Klimaschutz Netzwerke teil, steigt die Förderquote um weitere 10 Prozentpunkte und der maximale Zuschuss auf 90.000 Euro.
Anträge können laufend gestellt werden, es gibt keine festen Stichtage. Die Bearbeitung beim zuständigen Projektträger VDI/VDE Innovation und Technik GmbH dauert in der Regel rund acht Wochen. Für die Erstellung des Plans selbst stehen nach Bewilligung zwölf Monate zur Verfügung, in begründeten Ausnahmefällen ist eine Verlängerung um bis zu zwölf weitere Monate möglich.
Ein praktischer Vorteil des Transformationsplans zeigt sich später bei der Umsetzung. Maßnahmen, die im Plan ausgearbeitet wurden, können bei einer anschließenden Förderung über Modul 4 der EEW eine auf bis zu fünf Jahre verlängerte Umsetzungszeit erhalten, statt der sonst üblichen drei Jahre.
So begleiten wir Sie
Wir erstellen Ihren Transformationsplan von Anfang bis Ende und übernehmen dabei alles, was inhaltlich und organisatorisch dazugehört. Das beginnt bei der Erhebung der Ausgangslage und der Erstellung Ihrer Treibhausgasbilanz, geht über die Festlegung eines realistischen Zwischenziels und die Ausarbeitung eines tragfähigen Maßnahmenplans und endet bei der Frage, wie die Klimaziele in Ihrem Unternehmen dauerhaft verankert werden. Parallel dazu stellen wir für Sie den Förderantrag beim Projektträger VDI/VDE-IT und begleiten Sie durch das gesamte Verfahren, bis hin zum Verwendungsnachweis nach Abschluss des Projekts. Sie müssen sich um die Formalitäten nicht selbst kümmern, wir übernehmen die Erstellung und die Antragstellung für Sie.
Referenzen
Bei der Lausitzer Gruppe und der SPRiNTUS GmbH haben wir jeweils den Transformationsplan nach Modul 5 der EEW erstellt. In beiden Fällen ist der Förderantrag bewilligt und die Förderung läuft bereits. Von der Ist-Analyse über die Zielfestlegung bis zum Maßnahmenplan begleiten wir den gesamten Prozess und haben auch die Antragstellung übernommen.
Fazit
Ein Transformationsplan gibt Ihrem Unternehmen einen klaren Fahrplan zur Treibhausgasneutralität und wird dabei zu einem großen Teil vom Bund finanziert. Da die Erstellung eng an feste inhaltliche und formale Vorgaben gebunden ist, lohnt sich eine erfahrene Begleitung. Wir übernehmen für Sie sowohl die fachliche Erarbeitung als auch die Antragstellung. Vereinbaren Sie ein kostenfreies Erstgespräch und wir schauen gemeinsam, ob und wie ein Transformationsplan für Ihr Unternehmen sinnvoll ist.
Transformationsplan EEW: Inhalte nach Förderrichtlinie
| Baustein | Inhalt |
|---|---|
| Ist-Zustand | Treibhausgasbilanz nach GHG Protocol oder ISO 14064 für Scope 1 und 2, Energieverbräuche je Standort und Prozess |
| Zielbild | Reduktionsziel für Scope 1 und 2 bis 2045, Zwischenziele, Vergleich mit Branchenpfaden |
| Maßnahmen | Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Elektrifizierung, Prozessumstellung, Wärmeversorgung; je Maßnahme Einsparung, Kosten, Amortisation, Zeitpunkt |
| Umsetzungsplan | Reihenfolge, Verantwortliche, Finanzierung und Förderung je Maßnahme, Monitoring |
| Dokumentation | Bericht in der vom BAFA geforderten Struktur, Datenanhang, Freigabe durch die Geschäftsführung |

Voraussetzungen und Ablauf beim Transformationsplan EEW
- Antrag vor Beginn: Der Förderantrag für den Transformationsplan EEW wird online beim BAFA gestellt, bevor die Beratung beginnt; wir erstellen Antrag und Kostenplan.
- Bewilligung: In der Regel innerhalb weniger Wochen; danach startet die Datenerhebung.
- Erarbeitung: Bilanz, Zielpfad, Maßnahmenbewertung, Umsetzungsplan in drei bis sechs Monaten, mit Workshops im Unternehmen.
- Verwendungsnachweis: Bericht, Rechnung und Zahlungsnachweis an das BAFA; Auszahlung des Zuschusses.
- Umsetzung: Die Maßnahmen aus dem Plan sind über die weiteren EEW-Module und die BEG förderfähig, siehe Fördermittel Energieeffizienz.
Beispiel: Transformationsplan EEW für einen Metallverarbeiter
Ein Zulieferer mit 120 Beschäftigten in Sachsen lässt einen Transformationsplan EEW erstellen. Die Bilanz zeigt 2.900 Tonnen CO₂ in Scope 1 und 2, davon 60 Prozent aus Gas für Prozesswärme. Der Plan sieht Abwärmenutzung, eine Großwärmepumpe, Photovoltaik mit Speicher und die Umstellung des Fuhrparks vor; Reduktion bis 2030 um 55 Prozent, Amortisation der Maßnahmen zwischen drei und neun Jahren. Der Zuschuss zum Plan lag bei 60 Prozent der Beratungskosten, die Umsetzung läuft über EEW Modul 2 und 4. Zahlen gerundet und anonymisiert.
Häufige Fragen zum Transformationsplan EEW
Wer kann den Transformationsplan EEW beantragen?
Unternehmen aller Größen mit Sitz in Deutschland; kleine und mittlere Unternehmen erhalten den höheren Fördersatz. Kommunale Unternehmen sind unter Voraussetzungen antragsberechtigt.
Brauchen wir ein Energieaudit vorher?
Nein, der Transformationsplan EEW enthält die nötige Bilanz; vorhandene Audits und Bilanzen nutzen wir und verkürzen damit die Bearbeitung.
Was passiert nach dem Plan?
Der Plan ist Grundlage für Förderanträge zur Umsetzung, für den Nachhaltigkeitsbericht und für Kunden- und Bankgespräche. Wir begleiten auf Wunsch die Umsetzung mit Quartalsgesprächen.



Kontakt Transformationsplan
Sie möchten Ihr Vorhaben besprechen? Am schnellsten geht es im kostenfreien Erstgespräch: Termin online wählen oder anrufen unter 0341 64031820 (Leipzig) bzw. 030 62931276 (Berlin). Alternativ nutzen Sie das Kontaktformular für eine kostenfreie Ersteinschätzung – Rückmeldung innerhalb von drei Werktagen.
Wir freuen uns auf Ihre Nachricht und melden uns so schnell wie möglich bei Ihnen.
FAQs – wir beantworten Ihre Fragen
Ein Transformationsplan ist die längerfristige Dekarbonisierungsstrategie eines Unternehmens. Er lohnt sich für alle Unternehmen, die ihren CO₂-Ausstoß systematisch senken wollen oder von Kunden, Banken oder Fördermittelgebern zunehmend danach gefragt werden.
Der Zuschuss liegt je nach Unternehmensgröße zwischen 40 und 60 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 60.000 Euro. Mit aktiver Teilnahme an einem Netzwerk der Initiative Energieeffizienz und Klimaschutz Netzwerke sind bis zu 90.000 Euro möglich.
Private und kommunale Unternehmen aus Industrie, Handel, Gewerbe und Dienstleistung, freiberuflich Tätige und Contractoren mit einer Betriebsstätte in Deutschland. Auch wirtschaftlich tätige Vereine, Verbände und Stiftungen können antragsberechtigt sein.
Die im Plan enthaltenen Maßnahmen können anschließend über weitere Module der EEW oder andere Förderprogramme umgesetzt werden. Maßnahmen aus einem Transformationsplan profitieren dabei teilweise von einer verlängerten Umsetzungszeit.
Nach der Bewilligung stehen zwölf Monate für die Erstellung zur Verfügung. Die Bearbeitung des Antrags durch den Projektträger nimmt vorher in der Regel rund acht Wochen in Anspruch.
Ein Transformationsplan bildet die langfristige Klimastrategie eines Unternehmens ab und wird über Modul 5 der EEW gefördert. Ein Einsparkonzept beschreibt dagegen ein konkretes Investitionsvorhaben und gehört zu Modul 4 der EEW. Beide Formate schließen sich nicht aus, ein Transformationsplan kann die Grundlage für ein späteres Einsparkonzept liefern.

(Gründungs- bzw. Nachfolgeberatung, Begleitung bei zwei Fördermittelanträgen)
„Wetando: Persönliche und kompetente Begleitung in der Unternehmensnachfolge – Sehr empfehlenswert!
Die Wetando Unternehmensberatung hat mich bei meinem wichtigen Schritt in die Selbstständigkeit im Rahmen einer Unternehmensnachfolge hervorragend unterstützt. Besonders die persönliche Betreuung durch Herrn Dr. Schunk und sein Team hat mich überzeugt. Ich fühlte mich und meine Familie in dieser entscheidenden Phase sehr gut aufgehoben. Die ausgezeichnete Expertise und das persönliche Engagement hat mein Vertrauen gestärkt. Ich freue mich auf die zukünftige Zusammenarbeit und bin sicher, dass Wetando maßgeblich zu meinem Erfolg beitragen wird. Wer eine persönliche und kompetente Beratung sucht, ist hier genau richtig!“
Jens Heger – Rezension bei google


(Fördermittelberatung in den Bereichen Nachhaltigkeit, Personal, Nutzfahrzeuge und Gebäudesanierung)
„Sehr gute und effiziente Zusammenarbeit – vielen Dank!“
Flughafen Leipzig/Halle – Rezension bei google


(F&E, Innovation, Markteinführung, Digitalisierung)
„Klasse Unternehmensberatung! Ehrlich, fair und klar in der Kommunikation.“
Streamcheck GmbH – Rezension bei google

Ansprechpartner

Unsere Empfehlung
Dr. Schunk führt im Jahr 2026 Webinare zum Thema Nachhaltigkeit durch.
Nähere Informationen hierzu unter Webinare.
Unsere nächsten Seminare
Newsroom
Nachhaltigkeit als Erfolgsfaktor
